Ja zu Jakob

Jakob Unrath

Informationsbesuch bei Gmünder Polizei

Veröffentlicht am 11.10.2020 in Wahlkampftagebuch

Über aktuelle Fragen der Polizeiarbeit und zur Sicherheitslage haben sich Jakob Unrath und Leiter der Schutzpolizeidirektion ausgetauscht.

(V.l. Sonja Elser (AsF), Jakob Unrath (stellvertr. SPD-Kreisvorsitzender), Polizeidirektor Jürgen Schäberle, Revierleiter)

Über aktuelle Fragen der Polizeiarbeit haben der Leiter der Schutzpolizeidirektion im Polizeipräsidium Aalen, Polizeidirektor Jürgen Schäberle, und der Leiter des Gmünder Polizeireviers, Jürgen Vetter, eine SPD-Delegation mit Jakob Unrath an der Spitze unterrichtet. Bei dieser Gelegenheit sprach der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat, Jakob Unrath, der Polizei den uneingeschränkten Dank für ihren Einsatz und den Schutz der Bevölkerung aus. Den zum Teil verloren gehenden Respekt gegenüber allen Vertretern der Blaulichtorganisationen wiederherzustellen, sei eine gemeinsame Aufgabe der gesamten Gesellschaft.

Polizeidirektor Schäberle schilderte, dass beispielsweise seit Corona die Fälle von Anspucken gegenüber Polizeibeamtinnen und -beamten zugenommen hätten. Der inzwischen mögliche Einsatz von Body-Cams sei eine deutliche Erleichterung, wenn die Situation ein Eingreifen der Polizei erfordere. Jetzt lägen auch im Bild nicht nur die oft von Unbeteiligten hergestellten Handyfilme vor, sondern auch das Geschehen im Vorfeld sei dokumentiert und mache den Einsatz im Gesamtzusammenhang verständlich.

Revierleiter Jürgen Vetter konnte zur Entwicklung verschiedener Kriminalitätsbereiche für den Bereich von Schwäbisch Gmünd mit seinem Umland recht erfreuliche Zahlen nennen und so belegen, dass ein hoher Sicherheitsstandard gegeben ist. Insbesondere bei den Wohnungseinbrüchen sei ein Rückgang zu beobachten, der nicht zuletzt auf einen intensiven Schwerpunkteinsatz der Polizei zurückgehe. Das reiche von verbesserter Prävention und Aufklärung über den gezielten Einsatz von Spezialkräften in der Spurensicherung und täterorientierten Ermittlungsgruppen bis hin zu verstärkten Präsenzstreifen. Der Erfolg des Rückgangs der Wohnungseinbrüche sei das Ergebnis verstärkter Anstrengungen, die auch mit einem verstärken Personaleinsatz verbunden sind.

Sonja Elser, die auch Landesvorsitzende der sozialdemokratischen Frauen (AsF) ist, erkundigte sich nach Auswirkungen der Corona-Einschränkungen auf den Bereich der häuslichen Gewalt. Sie war sehr erfreut zu hören, dass sich für das Revier Schwäbisch Gmünd hier kein Anstieg aufzeigen lasse. Revierleiter Jürgen Vetter wies in diesem Zusammenhang auf das Problem an den Wochenenden und nachts hin, dass Plätze in den Schutzeinrichtungen für Frauen rar sind und oft weite Wege zurückgelegt werden müssten, um die betroffenen Frauen akut unterzubringen.

Polizeidirektor Jürgen Schäberle gab dann noch einen interessanten Einblick in die Aufgaben, die mit einer zeigemäßen Digitalisierung der Polizeiarbeit zusammenhängen. Ein Ziel dabei sei die elektronische Aktenführung, um die Polizeibeamten von unnötiger Schreibarbeit zu entlasten und die Ermittlungsarbeit zu stärken. Ebenso müsste der Polizei ein eigener Messenger-Dienst zur Verfügung stehen, der einerseits sicher und andererseits einfach zu handhaben sei. All diese neuen Verfahren würden aber mit einer beständigen Erneuerung der Gerätschaften der Polizei einhergehen. Er wies darauf hin, dass es eine dauerhafte Aufgabe sei, die technische Ausstattung der Polizei immer wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen. Dies sei nicht mit einer Anschaffung für die nächsten 10 Jahre erledigt. Hier sei auch die Politik gefordert, diesen Bedarf zu erkennen.

Zu den Herausforderungen der Polizei gehöre es in nächster Zeit, den Wechsel beim Personal gut zu gestalten. Bedingt durch die Altersstruktur gehe in nächster Zeit viel Wissen der erfahrenen Polizistinnen und Polizisten verloren, was auch eine noch so gute Ausbildung nicht sofort ersetzen könne.

Der stellvertr. SPD-Kreisvorsitzende Jakob Unrath bedankte sich abschließend für den umfassenden Einblick in die aktuellen Aufgaben und sagte seitens der SPD seine Unterstützung für die Anliegen der Polizei zu.

 
 

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